Sonntag, 11. Februar 2018

02/2018 - Blauester Himmel, strahlendste Sonne und perfektester Schnee in Heiligenblut

Endlich Urlaub - endlich wieder Skifahren! Nachdem unser Skiurlaub im letzten Jahr aus Termingründen leider ausfallen musste, konnten Lutz, Nicole und ich uns dieses Jahr wieder auf den Weg in den Schnee machen. 

Wie es sich gehört wurden im Vorfeld natürlich Schneehöhen und Wetterradare genau beobachtet und die Vorhersagen waren durcchaus vielversprechend. Doch das, was uns dann in Kärnten erwartete, sollte alle Erwartungen noch übertreffen. 

Wir fuhren die Nacht durch und wurden bereits bei der Anfahrt zu "unserem" Gasthof Sonnblick mit Sonnenschein begrüßt. Nach dem obligatorischen Begrüßungsgetränk (unter anderem gab es einen “Zirben-Zipfel-Zapfel“ oder so ähnlich - und der schmeckte echt zum Davonlaufen grauslig, aber wir blieben dennoch da!) machten wir uns gleich auf den Weg ins Zentrum von Heiligenblut um uns die Skiausrüstung auszuleihen und den Skipass zu kaufen. Da wir aber ja nun schon mal eine rund 12 stündige Fahrt in den Knochen hatten, verzichteten wir darauf, an diesem Tag noch noch oben zu fahren und machten uns mit den Skiern nur kurz auf den Weg zur Schulwiese um mit ein paar kurzen Schwüngen die Müdigkeit aus den Knochen zu kriegen und zu gucken, ob die Skier passten. Dies war der Fall und so machten wir uns auf den Heimweg.
Nach dem - wie immer - hervorragenden Essen gingen wir früh ins Bett ohne wirklich zu ahnen, was für fantastische Skitage uns erwarten würden. Doch bereits als mein Wecker mir anzeigte, dass er sich erst in 11:48 Stunden wieder bemerkbar machen wollte, ahnte ich: JACKPOT!!!

Und genau so sollte es werden: Uns erwarteten 4 Tage mit allerbestem Traumwetter, jeder Menge geöffneten Liften und  unfassbar wenig Leuten auf den Pisten. Wären wir nicht zu dritt gewesen, hätten wir uns bestimmt einsam gefühlt.  So war es einfach herrlich - besser geht es kaum! Zwar versuchten fies-scheuernde bzw. schlecht-sitzende Ski-Stiefel uns den Spaß zu verderben, doch dies liessen wir einfach nicht zu. In meinem Fall half ein Tausch der geliehenen Stiefel, bei Nicole kamen ofenwarm-angepaste Thermo-Sohlen zum Einsatz und schon liefen wir wieder wie geschmiert. Wir genossen jeden Moment, tankten Sonne und mussten in den Pausen auch den ein oder anderen heißen Olaf vernichten. Und wenn Olaf wider erwarten mal nicht verfügbar war, wichen wir auf Eierbeisser oder Willi aus... Und natürlich wurden wie immer auch viele Fotos gemacht und wir klagten, dass uns wohl niemand glauben würde, dass die Bilder nicht nachträglich mit Fotoshop bearbeitet wurden. Wir waren daher fast schon für Kondensstreifen dankbar, den die Flugzeuge am Himmel hinterliessen. 😉 Aber seht selbst:
Ja, wir denken durchaus darüber nach, als "Eierbeißer"-Produktfotografen in die Werbung einzusteigen... Traumhaftes Panoarama auf der Spatzlalm 😊












Wie bereits erwähnt: 4 Tage durften wir dieses unglaubliche Wetter genießen Erst am Donnerstag, unserem 5. und letzten Skitag kam dann (wie vorhergesagt) Nebel auf, die Sicht oben wurde schlechter und es begann zu schneien. Wir konnten zwar noch ein paar Abfahrten machen, schnallten aber dennoch verhältnismäßig früh die Ski ab und widmeten uns dem Apres Ski. Nützt ja nix - wir waren ja nicht zum Spaß unterwegs.
Nach dem Packen unserer Taschen nutzten wir den Abend, um noch einen Spaziergang in den Ort zu machen. Der Schneefall hatte zugenommen und verwandelte den ohnehin zugeschneiten Ort weiter in ein Winter-Wonderland: 

 uch schön! 

Am Freitag nach dem Frühstück ging es dann wieder heim in den Norden und ja, zu Hause ist es auch schön. Und immerhin hatten wir uns aus Österreich ein bisschen Wetter mitgebracht... Dummerweise nicht die Sonne sondern etwas vom Schnee - aber irgendwas ist ja immer! 
Ach, es war wieder herrlich! Danke Nicole! Danke Lutz! Ich freue mich schon auf's nächste Mal! 💙









PS: es gibt auch Outtakes...


ja nee... is klar! 
Flitzer-Edition... nicht jugendfrei!?!

Mittwoch, 10. Januar 2018

07.01.2018 - Taxi nach Paris? Ach neeeee, dann doch lieber mit Oldtimer(s) nach Salzgitter!

Hatte ich in meinem letzten Blogbeitrag noch geschrieben, dass wir jetzt bis zum 3. Februar spielfrei haben, dann war das ein wenig geschwindelt, denn zusammen mit Fenja hatte ich noch ein bisschen Extra-Eiszeit bei unserer 3. Herrenmannschaft, den Oldtimers. Und so mussten/durften wir bereits am Tag nach dem Auswärtsspiel in Mellendorf unsere Ausrüstung wieder packen und uns auf den Weg nach Salzgitter machen.

Das Spiel fand am Sonntag abend um 18.30 Uhr weit weit weg fern der Heimat statt und entsprechend dünn war der Kader leider auch besetzt. Gerade mal 10 Feldspeler und 2 Goalies hatten sich auf den Weg gemacht. Ehrlich gesagt hatte ich morgens noch überlegt, ob ich wirklich mitfahren müsste oder vielleicht doch auf der heimischen Couch bleiben könnte. ABER: Ich hatte schon Anfang der Saison zugesagt und so fuhr ich auch mit - irgendwer musste ja auch die Bandentür für die Jungs öffnen. Und das hatte ich am Vortag in Mellendorf  ja nun auch schon ausreichend geübt.😉

Hannes sammelte mich (welch Luxus!) vor unserer Haustür ein und wir kamen entspannt und so rechtzeitig in Salzgitter an der Halle an, dass wir in aller Ruhe noch einen Kaffee trinken konnten. Ganz stressfrei - sehr schön, so mag ich das.
Der Kader war - wie bereits erwähnt - überschaubar, genau 10 Feldspieler ergeben je 2 Sturm- und 2 Verteidigungsreihen, Guido hütete das Tor und ich kümmerte mich um die Bandentür. Die Halle in Salzgitter war kalt - und zwar deutlich kälter als ich sie in Erinnerung hatte. Entgegen meiner sonstigen Angewohnheiten hatte ich zu diesem Spiel verhältnismäßig wenig Schweißwäsche eingepackt und nicht wie sonst jede Ecke meiner Tasche mit zusätzlichen Klamotten ausgestopft. Ich musste also heute mit 2 Lagen Shirts auskommen und tatsächlich war es echt winterlich frisch an der Bande. Dafür war allerdings der Türmechanismus heute bedienerfreundlich und die Bandentür liess sich schnell und ohne großen Kraftaufwand öffnen und schließen. Ein großer Fortschritt im Vergleich zum Vortag!

Vorgabe von Trainer Martin war: Reihe 1 sollte offensiv, die Reihe 2 eher defensiv spielen. Das klappte erstmal nur bedingt, denn bereits nach 33 Sekunden musste Guido zum ersten Mal hinter sich greifen. Und Salzgitter machte weiter Druck und konnte in der 12. und 17. Minute die nächsten Treffer erzielen. Doch dann schlug in der 18. Minute die Scheibe erstmals im Kasten von Salzgitter ein. Mit einem famos-fabelhaften Sonntagsschuss genau in den Winkel konnte Lars auf 3-1 verkürzen. Und damit nicht genug, nur 40 Sekunden später verkürzte Thomas sogar noch vor der Drittelpause auf 3-2. Bääm, wer hätte das gedacht? 

Die Stimmung in der Kabine war in der 1. Pause dann auch sehr positiv. Während wir Lars fragten, wohin der denn eigentlich schießen hatte wollen, erwähnte er gleich mehrfach, dass wir seinen genau so geplanten Treffer doch bitte in guter Erinnerung behalten sollten, weil ihm so was ja nur einmal im Jahr gelingen würde. Wollten wir - aber erstmal mussten wir weiter spielen. 
Nur knappe 30 Sekunden nach Beginn des 2. Drittels konnte Ruppi das 3-3 erzielen. Jeder Spieler im roten Trikot kämpfte nun um jeden Zentimeter Eis und in der 28. Minute widerlegte Lars tatsächlich seine Drittelpausen-Aussage. Er traf nämlich doch nochmal und brachte uns mit 3-4 in Führung. (JUBEL!) Leider hatte diese Führung aber nur kurz bestand, denn knapp 40 Sekunden später stand es schon wieder 4-4 und das muntere Tore schießen ging weiter:
36. Minute 5-4
37. Minute 6-4
37. Minute 6-5 - Thomas hatte getroffen
40. Minute 7-5
40. Minute 7-6 - Thomas hatte getroffen
Hannes hatte sich leider zum Ende des Drittels verletzt, so dass wir nur noch mit 9 Feldspielern agieren konnten. Aber die letzten 20 Minuten wollten wir auf jeden Fall noch gegenhalten. Die bis zu diesem Zeitpunkt von uns erzielten 6 Tore waren auf jeden Fall schon mal ein Ausrufezeichen. 

Mir war inzwischen eiskalt, aber ich konnte mich wenigstens am Spiel meiner Mannschaft erwärmen. Und klar, ein Drittel würde ich da an der Bande schon noch durchhalten - aber ja, ich freute mich schon richtig (also richtig-richtig doll!) auf die heiße Dusche nach dem Spiel. 
In der 42. Minute fiel das nächste Tor, 8-6 für Salzgitter. Doch Thomas verkürzte fast im Gegenzug auf 8-7. Spanung lag in der Luft, denn wir waren nicht chancenlos. In der 50. Minute traf Salzgitter erneut und ging mit 9-7 in Führung - kein schönes sondern ein dreckiges und für Guido sehr unglückliches Gegentor. Und dann... dann sah ich nur aus dem Augenwinkel, wie es direkt nach dem Tor zu einem Handgemenge kam und Guido nach seinem Gegenspieler schlug. Die Zeichensprache der Schiedsrichter war eindeutig, sie zeigten direkt auf die Kabine und schickten Guido mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine. 😮 Das bedeutete, a) dass ich (eiskalt und durchgefroren wie ich inzwischen war) zwischen die Pfosten musste und b) dass wir zudem die nächsten 5 Minuten auf jeden Fall in Unterzahl spielen würden. Zum Glück konnte Hannes die Strafe absitzen, da er trotz seiner Verletzung nicht in der Kabine geblieben war, sonst wäre unser Kader noch weiter zusammengeschrumpft. Während die Schiedsrichter noch mit dem Kampfgericht diskutierten, hatte ich kurz ein wenig Zeit um meine Muskeln ein bisschen zu dehnen, aber natürlich reichte das nicht, um nochmal richtig warm zu werden. Das nennt man dann wohl Kaltstart - und eiskalt erwischt wurde ich auch gleich. Da Peter quasi fast mit Wiederanpfiff noch eine 2-Minuten-Strafe bekam, spielten wir in doppelter Unterzahl und es klingte leider recht schnell in meinem Kasten: Es stand 10-7. Und weiter ging es, das 11-7 fiel nur wenig später, doch durch ein Tor von Werner konnten wir nochmal auf 10-8 verkürzen. Was was das eigentlich für ein vogelwildes Spiel? 😵 Bei uns liess leider aufgrund des kleinen Kaders inzwischen doch etwas die Kraft nach und kamen waren einfach manchmal einen Schritt später als unsere Gegner - und die konnten das leider noch weiter ausnutzen. Die Tore 11, 12, 13 und 14 fielen noch zwischen der 52. und 59. Minute - und dabei hatte ich tatsächlich sogar noch den einen oder anderen Puck erwischen können. Nun ja, wenigstens hatte ich in den letzten 2 Minuten wieder etwas Gefühl in meinen Händen und Füßen. 
Am Ende verloren wir das Spiel mit 14-8 - eine unnötige Niederlage, die ausserdem noch deutlich zu deutlich ausgefallen war. Aber es nützt ja nix. Nach dem Spiel befragten wir Guido natürlich, was denn dazu geführt hatte, dass er so ausgetickt wäre und er berichtete, dass sein Gegenspieler in angespuckt hätte. 😱 Nicht schön - aber immerhin im Ansatz eine Erklärung für sein Verhalten. Größter Haken an der Sache: Diese Spieldauerdisziplinarstrafe beinhaltet auch automatisch eine Sperre für das nächste Spiel. Doof für Guido - Eiszeit für mich, ob ich nun wollte oder nicht. Mitgefangen, mitgehangen halt. 😎

Für uns hieß es nach dem Kabinenbier (statt wie in der Frauen-Liga Wasser und Obst bekommt das Gastteam in der Landesliga nämlich eine Kiste Bier in die Kabine gestellt!) dann aber erstmal heiß duschen (yeah!!!!) und schnell ab auf die Autobahn - natürlich mit Zwischenstop bei Mäcces ... war ja schließlich ein Auswärtsspiel und da muss das so! 




PS: Ohrwurm to go: 



Dienstag, 9. Januar 2018

06.01.2018 - Hannover? Wedemark? Mellendorf? Ach, irgendwo in Niedersachsen halt... ;-)

Neues Jahr - neues Glück?  Nun, wir würden sehen, ob das auch für unsere Eishockey-Saison gelten sollte. Auf jeden Fall hatten wir bereits in der 1. Kalenderwoche das Glück, wieder ein Punktspiel bestreiten zu dürfen. Und das ist doch schon mal was: Ein guter Start ins neue Jahr nämlich. 😇

Als ich mich im letzten Jahr mit Fenja über die Spiele im Jahr 2018 unterhalten hatte, sagte ich, dass wir ja zum Spiel gegen Hannover nach Mellendorf fahren müssten. Sie reagierte überrascht, denn sie war der Meinung, dass wir wie üblich in Hannover am Pferdeturm spielen würden. Das widerum hatte mich verunsichert, denn ich konnte nicht mehr nachvollziehen und herausfinden, wo genau ich die Info zum Spielort gelesen haben wollte...😕
 Doch zum Glück erledigen sich manche Dinge von ganz allein, denn es kam eine Mail aus Hannover, in der es um den Wunsch nach einer Terminverlegung ging. Hintergrund dieser Bitte war, dass die Eiszeit am Sonntag, 07.01.2018 doppelt vergeben worden war - und zwar in der Eishalle in Mellendorf. Und *zack* da war sie nochmal, die vermisste Info zum Spielort und ich wusste nun auch endlich, dass ich mir das nicht nur eingebildet hatte.

Wie dem auch sei, das Spiel wurde vorverlegt und so trafen wir uns  am Samstag um 16 Uhr in Stellingen, verteilten uns und unsere Ausrüstungen auf die Autos und starteten entspannt auf die Autobahn. Die Bahn war frei, wir kamen gut durch und pünktlichst in Mellendorf an. 

Die Halle in der Wedemark kenne ich schon seid Ewigkeiten - früher haben sich die Herrenmannschaften aus der Wedemark und vom Timmendorfer Strand dort in der Oberliga heißumkämpfte Duelle geliefert, in denen es wirklich um jeden Zentimeter Eis ging. Ach ja, Marc MacKay, Kerry Goulet, Joe West, Lenny Soccio ... das waren noch Zeiten - und auch es den damaligen Gegner, den ESC Wedemark nicht mehr gibt und auch wenn die Halle in der Zwischenzeit umgebaut und etwas modernisiert worden war, hängen doch noch Banner an der Decke, die an diese "Helden aus der guten alten Zeit" erinnern.

Im Gegensatz zur kalten, zugigen Halle waren die Kabinen selbst sehr eng, sehr muffig und sehr überhitzt (Mimimiiiiii!). Schön ist anders - aber es nutzte ja nix, wir waren ja nicht zum Spaß da sondern zum Spielen. Während wir uns vor der Halle in der Kälte aufwärmten, überlegte Guido sich, wie er die mitgereisten Spielerinnen am besten aufstellen sollte - und das war (wie man sieht) nicht ganz einfach.
Aber natürlich fand er wie immer ein Lösung:
Es nieselte, es war kalt, es war dunkel, es war ungemütlich.Aber zurück in die miefig-muffige Kabine wollten wir eigentlich auch nicht. Also zogen wir uns schnell um und gingen zum Warm up auf's Eis. Und während wir schossen, pasten, vorwärts und rückwärts liefen, war Chrissi noch auf dem Weg nach Mellendorf. Wie jeden Samstag musste sie noch arbeiten und hatte sich direkt nach Feierabend ins Auto geschwungen und sich im Tiefflug auf den Weg in die Eishalle gemacht. Die Frage war, ob sie es noch vor oder erst nach Spielbeginn schaffen würde... 

Nach dem Aufwärmen gab es keine Eisbereitung, wir blieben gleich auf dem Eis, das Spiel sollte direkt beginnen. Sollte - denn die Schiedsrichter monierten, dass die Tore nicht richtig befestigt waren und liessen nacharbeiten. Gut für uns, denn so verzögerte sich der Spielbeginn und Chrissi hatte wenigstens etwas mehr Zeit und schaffte es so tatsächlich, rechtzeitig zu Spielbeginn umgezogen an der Bank zu sein. Respekt Chrissi, Respekt!

Das Spiel begann und natürlich hatten wir vor, an unsere Leistung aus dem Heimspiel gegen die Indians anzuknüpfen. Die Mädels aus Hannover allerdings wollten genau das nicht und bestimmten von Anfang an das Spiel. Immer wieder liessen sie die Angriffe über ihre Top-Spielerinnen Tina Evers und Nina Hemmes laufen und immer wieder bekamen sie dadurch gute Torchancen. In der 5. Minute hatte Tina Evers einen Alleingang und konnte fast von der Mittellinie mit Scheibe unbedrängt auf mich zulaufen. Kein Problem für sie - aber ein Problem für mich, denn sie versenkte die Scheibe souverän im Winkel und brachte ihr Team mit 1-0 in Führung. In der 11. Minute hatten wir exakt die gleiche Situation, nur der Spielstand änderte sich: nach dem Alleingang stand es schon 2-0 für Hannover. Wieder hatte ich keine Chance und leider auch kein Glück. In der 14. Minute nahm Lara auf der Strafbank Platz und die Mädels aus Hannover nutzten ihre Überzahl gnadenlos aus. 3-0 und wieder nix zu halten. Auch wir konnten uns in diesem Drittel einige Torchancen erspielen - allerdings trafen wir leider nicht das Tor sondern nur den Torwart und das ist ja bekanntlich keine gute Alternative. In der 18. Minute fiel dann noch das 4-0 für Hannover und ich war ehrlich bedient. Ich hatte bis dahin gar nicht viele Schüsse auf mein Tor bekommen und was ich halten konnte, hatte ich gehalten - nur leider nichts, was darüber hinaus ging. Es klappte irgendwie nichts: wir hatten keine Zuordnung, unsere Gegenspieler standen frei, die Passwege wurden nicht zugeestellt ... wir machten kleine + größere Fehler und es lief nicht viel zusammen. Mit dieser Erkenntnis und diesem 4-Tore-Rückstand gingen wir zum ersten Mal in die Kabinen.

Guido hatte ein Einsehen und wollte zudem noch ein Zeichen setzen. Er wechselte mich aus und Alexa ein. Alexa machte ihre Sache gut, sie hielt, was sie halten konnte und noch einiges darüber hinaus.
Dennoch konnte auch sie nicht verhindern, dass Hannover in diesem Drittel wieder 4 Tore erzielen und die Führung auf 8-0 ausbauen konnte. Wieder war Tina Evers an allen Toren beteiligt - warum nur konnten wir sie nicht wieder so gut in den Griff bekommen wie im Hinspiel? 😟 Und während Alexa auf dem Eis mit bzw. gegen die Schüssen aus Hannover kämpfte, kämpfte ich an der Bande mit der Tür und deren Verschluss. Der doofe Riegel klemmte. liess sich nur mit viel Gefühl hin und her schieben und erforderte volle Konzentration. Und im Verlauf des Drittels wurde das auch nicht besser. Unrühmlicher Höhepunkt war dann, dass ich mir mal ganz geschmeidig den Finger klemmte und direkt mal die Sanitäter ranrufen musste um ein Pflaster zu bekommen. So was beklopptes! 🙈 Die Sanis waren aber doch recht schnell bei uns auf der Bank, verpflasterten mich und boten mir auf meine Frage nach Desinfektion der Wunde an, dass sie den Arm sicherheitshalber komplett amputieren könnten. 😥 Ich bedankte mich brav für das Angebot, lehnte aber ab. Immerhin schickten mir die Schiedsrichter auf meine Reklamation hin den Eismeister vorbei, der sich die Tür bzw. den Riegel anschauen sollte. Und während der sich darum kümmerte und mir versicherte, dass der Riegel absolut in Ordnung wäre, passierte etwas gar wunderbares, denn Chrissi konnte auf Zuspiel von Fenja R. und Franzi ein Tor für uns erzielen und das Ergebnis auf 8-1 verkürzen. Schade, dass ich das Tor nicht gesehen hatte - und schade, dass der Eismeister nicht bleiben konnte/wollte. Als Glücksbringer hatte er ja schon mal einen ganz guten Einstand gegeben. Doch nur knapp 17 Sekunden nach diesem Tor zeigte sich, dass wir auch ohne den Eismeister Tore schiessen konnten - Franzi nutzte eine weitere Vorlage von Fenja R. und erziele das 2. Tor für uns. Mit einem 8-2-Rückstand gingen wir wieder zum Schwitzen und Besprechen in die miefigen Kabinen.
Zu Beginn des letzten Drittels kam der Eismeister dann nochmal kurz vorbei und fettete / ölte den Türriegel. Ich bin mir sicher, mein Kollege Lars wäre beim Anblick der großen WD40-Flasche in Verzückung geraten, wird doch von ihm bei uns in der Firma fast alles, was ensatzweise klemmt, quietscht oder nicht so rollt wie es soll, damit behandelt. Leider war die Wirkung hier an der Tür nur von kurzer Dauer und ich musste mich weiterhin mit vollem Einsatz um das Öffnen der Tür kümmern. Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt, war dann in diesem Drittel mein Motto und irgendwie arrangierten die Tür uns ich uns dann doch noch. Und während ich meinen Kleinkrieg mit der Tür austrug, spielten die Mädels weiter Eishockey. Ich fasse mal kurz zusammen: Alexa schaffte es, den Kasten in diesem Drittel sauber zu halten und Fenja B. konnte in der 51. Minute auf Vorlage von Fenja R. auf 8-3 verkürzen  In der letzten Spielminute (es waren noch genau 26 Sekunden zu spielen) erarbeitete sich Fenaj B. dann noch 2+2 Strafminuten. Letztlich gingen die 3 Punkte nach diesem 8-3-Erfolg auf die Haben-Seite der Hannoveranerinnen und wir gingen immerhin mit dem Erfolgserlebnis aus dem Spiel, dass wir das letzte Drittel für uns entscheiden konnten. Manchmal muss man eben auch mit den kleineren Dingen im Leben zufrieden sein, nech? 

Wir haben jetzt erstmal wieder ein bisschen Freizeit, denn weiter geht es für uns erst am Samstag, 03.02. mit einem Auswärtsspiel gegen Altona. Das Spiel findet zur Prime-Time in Stellingen statt - um 20.30 Uhr soll es los gehen. Das Hinspiel konnten wir deutlich mit 12-0 gewinnen und natürlich wollen wir gern wieder an die gezeigte Leistung anknüpfen. Nun, wir werden sehen, was passiert und ob es uns gelingt - und bis dahin ist der blaue Fleck, den ich mir bei meinem Kampf mit der Bandentür eingefangen hatte, sicher auch wieder abgeklungen.